Hundesport - "Brainfood" für Zwerghunde


Sie sind klein- aber Oho! Zwerghunde gehören zu den Gesellschaftshunderassen. Zwar wurden mit ihnen keine Schafe gehütet oder Großwildjagden veranstaltet. Dennoch sind auch sie Hunde mit Instinkten und Bedürfnissen aus dem Erbe desselben Vorfahren: Dem Wolf.


Viele Zwerghunde sind sehr aktiv und aufgeweckt. Sie lieben es, mit "Ihrem" Menschen gemeinsame sinnvolle Zeit zu verbringen. Das können Sie sich als Besitzer zunutze machen und zu Ihrem gemeinsamen Vorteil nutzen: Ein Zwerghund, der nur im Haus und in der Handtasche lebt und der weder erzogen noch in irgendeiner Form gefördert wird ist körperlich und mental schnell vernachlässigt. Diese Hunde entwickeln zwangsläufig unschöne Verhaltensstörungen, die später kaum oder nur schwer in den Griff zu bekommen sind.

Ein Zwerghund dagegen, der regelmäßig 1-2 mal in der Woche für eine Trainingsstunde in der lokalen Hundeschule ausgelastet wird, verhält sich den Rest der Zeit sowohl im Haus als auch im sonstigen Alltag wesentlich entspannter. Je besser sie Ihren Hund auslasten (als Junghund mehr, als Senior weniger), desto besser "hört" er auf sie. Und desto unkomplizierter fügt er sich in ihr Leben ein.


Hundeschulen und/oder ein gemeinsames Hobby im Hundesport fördern nicht nur die Intelligenz ihres Hundes (und wer hat denn nicht gerne einen verdammt schlauen Hund ;-)?)

- ganz nebenbei üben sie dabei den so wichtigen Grundgehorsam, fördern ein enges emotionales Band zwischen Ihnen und Ihrem Hund, und bringen ihn in Kontakt mit anderen Hunden. Kurzum: Ihr Zwerghund hört besser, ist "enger" mit Ihnen und sicherer und ruhiger im Umgang mit anderen Menschen und Hunden- eine Win-Win-Situation für beide Seiten :-).


Das kleine Hunde zwangsläufig "Kläffer" und "Wadenbeisser" sind die man nicht erziehen kann ist ein Mythos - in den folgenden Videos beweisen sowohl Besitzer als auch Hunde diverse Kleinhunderassen eindrucksvoll was diese kleinen, schlauen Hirne alles leisten können- wenn man ihnen die Chance dazu gibt.


Hier eine Auflistung der Sportarten, die sich für den Russischen Toy Terrier am besten eignen und die inzwischen viele Hundeschulen anbieten:


Agility

Im Agility bestreiten Sie zusammen mit Ihrem Hund einen Parcours mit Hindernissen. Es gibt 3 verschiedene Klassen je nach Größe der Hunde- für russische Toy Terrier ist die Klasse "S" die richtige. Durch die enge Kooperation und Interaktion formt sich hier ein sehr enges Band zwischen Hund und Mensch- es ist ideal für temperamentvolle und junge Hunde um Spass zu haben und "Dampf" abzulassen.



Obedience

Obedience sind Gehorsamsübungen, die sich auch im realen Leben als sehr praktisch erweisen können (z.b. Kommen und Ablegen auf Distanz etc.). Dies ist ideal für Hunde, um etwas "runterzukommen", Grundgehorrsam zu lernen und den Fokus und die Aufmerksamkeit auf den Menschen zu stärken.



Fährtensuche /Mantrailing

Diese Sportart birgt einen gesellschaftlich sehr nützlichen Hintergrund: Gerade die ausdauernden, energiegeladenen Russischen Toy Terrier verfügen über eine ausgezeichnete Nase, und die nötige Energie der Fährte eines verloren gegangenen Menschen oder gar Kindes zu folgen. Gut ausgebildtete Fährtenhunde sind wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft, und können dazu beitragen Leben zu retten. Gerade in Ruinen oder Trümmerfeldern kommen die kleinen Hunde in Bereiche, die den grossen Hunderassen verwehrt sind. Die Spurensuche mit der Nase ist eine für den Hund sehr gut auslastende Arbeit, sodass auch ein aktiver Hund damit sinnvoll und zeiteffektiv artgerecht beschäftigt und gefördert werden kann.



Dog Dancing/ Trick Dogging

Hier lernt der Hund (oft mittels Clicker Training) verschiedene Kunsttücke gemeinsam mit Ihnen zu einem Musikstück in einer Choreographie aufzuführen. Dog Dancing eignet sich für jeden Zwerhundecharakter, gerade auch schüchterne oder körperlich eingeschränkte Exemplare blühen mit den richtigen Übungen auf und enfalten ihr gesamtes geistiges Potential. Eine sehr enge Bindung entsteht zwischen Hund und Herrn- was man oft in der Choreographie deutlich spüren kann. Mittlerweile gibt es nationale und internationale Wettbewerbe dafür - die Herzen der Zuschauer sind Ihnen dabei auf jeden Fall sicher ;-).


Hier die Anfänge:



Und anbei ein Beispiel wie z.B. eine fertige Dog Dancing Choreographie aussehen kann (der Hund in den beiden folgenden videos ist übrigens ein geretteter, ehemaliger "Problemhund"):



Sowie ein Stück mit einem Zwerghund:


Haben wir Ihr Interesse an einem gemeinsamen Abenteuer und einem engen Band mit ihrem (zukünftigen) Hund geweckt :-)? Wie Sie sehen ist die Hundewelt voller wunderbarer Möglichkeiten, mit 1-2 Besuchen in der Woche einen grossen Unterschied zu machen. Einen Zwerhund zu besitzen, der glücklich ist weil er mit Ihnen und für Sie zeigen darf, welches Talent in ihm steckt :-)!!


Wie finde ich die richtige Sportart für mich und meinen Hund?

Abgesehen von Ihren persönlichen Präferenzen emfehlen wir einfach mal in 2 oder 3 verschiedene Hundesportarten unverbindlich "hineinzuschnuppern" (viele Hundeschulen bieten kostenlose Schnuppertage an). Manche Hunde profitieren von Aufgaben, in der Sie sich konzentrieren und ruhig bleiben (also sich "fokussieren" können). Andere toben sich lieber in Agility und wildem Dog dancing aus. Senioren oder schüchterne wiederrum kommen bei ruhigem dog dancing ebenfalls voll zum Zuge. Wir beraten unsere Welpeninteressenten gerne und finden mit Ihnen zusammen das richtige für Sie und Ihren Hund :-).


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